2020 – ein außergewöhnliches (Feuerwehr-)Jahr geht zu Ende

2020 – ein außergewöhnliches (Feuerwehr-)Jahr geht zu Ende

2020 – ein außergewöhnliches (Feuerwehr-)Jahr geht zu Ende

Eigentlich würden wir jetzt den Silvesterlauf absperren so wie wir das in jedem Jahr mit der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach machen.  Eigentlich – Aber dieses Jahr ist nun mal kein normales Jahr. Viele Veranstaltungen in unserem Jahreskalender sind Corona zum Opfer gefallen: Florianstag mit Ernennungen und Beförderungen, Familientag, Ferienprogramm, Türöffnertag der Sendung mit der Maus, Ehrenabend, Leistungsspange der Jugendfeuerwehr, Weihnachtsmarkt und Weihnachtsfeier - Das alles konnte nicht stattfinden und es fehlt uns. Noch schwerwiegender allerdings ist der Ausfall unserer Übungsabende, Lehrgänge und Fortbildungen. Gleiches gilt für unsere Jugendfeuerwehr, die sich nicht treffen konnte und kann und der neben den Übungsabenden auch ihre Zeltlager und sonstigen Freizeitaktivitäten fehlen.

Trotzdem mussten 189 Einsätze gefahren werden. Alles mit Maske, mit weniger Personal aber dafür mit mehr Fahrzeugen. Darunter 57 Brände und 93 Hilfeleistungen. Zu 16 Brandmeldeanlagen mussten wir ausrücken und 5 Sicherheitswachen wurden durchgeführt. Für den Katastrophenschutz des Landkreises und die Nachbarwehren waren wir 12-mal in Bruchmühlbach-Miesau, Mackenbach, Frankenstein und Otterbach unterwegs. Auch für 6 Fehlalarme ließen wir alles stehen und liegen, um auszurücken und dann unverrichteter Dinge wieder nach Hause zu fahren.
Insgesamt waren wir so mit 4.385 Mannstunden für Sie im Einsatz. Ein Mann hätte dafür ein Jahr lang jeden Tag 12 Stunden im Einsatz sein müssen – Zahlenspielereien.
Wie in einem ganz normalen Jahr war auch in diesem Jahr alles Mögliche und auch Unmögliche dabei: Vom Großbrand einer Industrieanlage in Otterbach bis zu einer brennenden Zigarette auf einer Bahnschwelle – vom Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen bis zur leblosen Person im PKW die sich als schlafende Person herausstellte. Unwetter und Brandmeldeanlagen - Immer konnten wir helfen, wenn wir gerufen wurden. Davor konnte uns auch die Pandemie in diesem schlechten Corona-Jahr 2020 nicht abschrecken.

Doch war wirklich alles so schlecht? Die Wehreinheit Niedermohr erhielt als Ersatz für ihr defektes Feuerwehrfahrzeug ein TLF4000. Mit einer neuen Industriewaschmaschine und einem Trockner kann jetzt die Einsatzkleidung in Eigenregie gereinigt werden. Ein Konzept für den Umbau der Feuerwehr wurde auf den Weg gebracht. Begonnene Umbauarbeiten wurden fortgeführt. Nicht schlecht für ein Jahr in dem nichts los war.

Obwohl kaum Übungsabende stattfanden, konnten wir neue Kameraden in unseren Reihen willkommen heißen. Eine Quadrocopter konnte dank Zuschüssen durch die Volksbank Glan-Münchweiler, der Stadtwerke und des Fördervereins angeschafft werden. Dazu wurde eine Quadrocopter-Einheit aufgestellt. Elektro Schröder spendete uns eine Waschmaschine zur Reinigung der Alltagsmasken. Die Stadtwerke spendete ein Infobildschirm. Danke an Alle. Auch nicht schlecht für ein Jahr in dem nichts los war. 

In der Vorweihnachtszeit gab es zwar keinen Weihnachtsmarkt, dafür lies sich die Wehreinheit Niedermohr zu St.Martin eine Brezelaktion einfallen, die dann in der ganzen Verbandsgemeinde zu einem vollen Erfolg wurde und Kinderaugen zum Leuchten brachte. Über einen Adventskalender der Jugendfeuerwehr konnten sich die Aktiven und die Alterskameradschaft freuen. Außergewöhnliche Zeiten fordern außergewöhnliche Ideen und Leute, die sie umsetzen. Die gibt es bei der Feuerwehr.

Und jetzt ist 2020 vorbei. Wir alle hoffen darauf, dass wir uns bald wieder treffen können. Sei es zur Ausbildung, zum Übungsabend der Jugendfeuerwehr, zu Führungssitzungen oder einfach nur um mal wieder etwas „dummzubabbeln“. Auch das gehört dazu.

Ganz egal wann und wie es wieder weiter geht. Wir sind bereit – so wie wir es für Sie eigentlich immer sind. 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr. Auch in 2021.

Ihre Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach

Ein Advendskalender für die Feuerwehr

Ein Advendskalender für die Feuerwehr

Wir sind ein Team - egal ob Jugendfeuerwehr, Aktive Wehr oder Alterskameradschaft. Egal ob in Ramstein oder Niedermohr. Daher hat sich die Jugendfeuerwehr in der Adventszeit etwas einfallen lassen und Adventskalender an alle kleinen und großen Feuerwehrleute der Verbandsgemeinde verteilt. Die mit Abstand beste Weihnachtszeit wünscht Euch Eure Jugendfeuerwehr - damit kann man sich das Warten auf Weihnachten versüßen.

Kreislehrgang „Grundausbildung – Teil1“ in Ramstein abgeschlossen

Kreislehrgang „Grundausbildung – Teil1“ in Ramstein abgeschlossen

Teilnehmer Grundausbildung Teil1 2020 mit Maske und Abstand
Jedes Jahr findet in Ramstein in der Zeit zwischen Fasching und Ostern ein Grundlehrgang für neue Feuerwehrleute aus dem Landkreis Kaiserslautern statt. Hier bekommen die Männer und Frauen das kleine 1×1 der Feuerwehr vermittelt. Rechtsgrundlagen, brennen und löschen, Fahrzeug- und Gerätekunde, Knoten, aber auch die Zusammenarbeit der einzelnen Trupps bei einem Brandeinsatz oder der technischen Hilfeleistung werden in Theorie und Praxis geschult.

Wie immer startete die Ausbildung der 36 Teilnehmer am Samstag nach Aschermittwoch. Bereits nach zwei Samstagen war jedoch Schluss. Corona warf bei den Feuerwehren den geplanten Ausbildungs- und  Dienstbetrieb über den Haufen. Die Kreisausbildung pausierte bis zum 22. August.

Zur Umsetzung des erarbeiteten Hygienekonzepts wurde die Bestuhlung im Schulungsraum ausgemessen, die Gruppen wurden neu eingeteilt, Plexiglaswände sorgten bei der Essensausgabe für den notwendigen Schutz. Die Teilnehmer und die Ausbilder mussten sich den geänderten Bedingungen anpassen. Auf den obligatorische Mund-Nasen-Schutz musste genau so geachtet werden wie auf Abstand und Händedesinfektion. Jeder machte mit. Jeder hielt sich zu seinem eigenen und zum Wohle seiner Kameraden an die Auflagen und trug so dazu bei, dass der Lehrgang coronafrei abgeschlossen werden konnte.

So konnten nach weiteren vier Samstagen die Teilnehmer eines sehr guten und disziplinierten Lehrgangs mit erfolgreicher Prüfung diesen Ausbildungsabschnitt abschließen. Zurück in den eigenen Wehren werden sie innerhalb der nächsten zwei  Jahre ihre Grundausbildung abschließen. So lange erforderlich weiterhin mit Maske und Abstand. Schließlich wollen Ihre Feuerwehren Ihnen möglichst lange helfen können, ohne selbst in Corona-Quarantäne geschickt zu werden.

Wir füllen keine Pools

Wir füllen keine Pools

 

In letzter Zeit häufen sich bei der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach Anfragen zum Befüllen von privaten Plansch- und Schwimmbecken.
Diese Tätigkeit fällt nicht in das Aufgabengebiet der Feuerwehr und wird somit nicht von uns durchgeführt.

Auch von den Stadtwerken wird kein Standrohr zur Wasserentnahme für solche Zwecke ausgegeben. Nach Rücksprache mit den Stadtwerken können Sie über ihren Wasser-Hausanschluss ca. 4.000 Liter je Stunde entnehmen.
Voraussetzung dazu ist, dass die Entnahmestelle möglichst nah an der Hauseinführung gewählt wird.
Auch entsprechend dimensionierte Schläuche und Armaturen sorgen dafür, dass nach einiger Zeit der Pool gefüllt ist und dem Badevergnügen nichts mehr im Wege steht.

Ihre Feuerwehr und die Stadtwerke wünschen Ihnen einen schönen Sommer.

Kein Florianstag wegen Corona

Kein Florianstag wegen Corona

Eigentlich ein schon vertrautes Bild. Ramsteiner Feuerwehrleute legen um den Namenstag ihres Schutzpatrons St.Florian eine Blume auf den Gräbern ihrer verstorbenen Kameraden nieder. Doch in diesem Jahr ist, wie in so vielen Bereichen, alles anders.

Der „höchste Feiertag“ der Feuerwehr wird nicht wie sonst mit einem Gottesdienst und anschließendem Kameradschaftsabend begangen. Auch die Übernahmen, Beförderungen, Ehrungen und Ernennungen müssen in diesem Jahr noch auf sich warten lassen.

Nur an dem Gedenken auf dem Friedhof konnte mit einer sehr kleinen Abordnung der aktiven Wehr und Vertretern der Alterskameradschaft festgehalten werden. Begleitet wurden diese von Bürgermeister Ralf Hechler und dem ersten Beigeordneten und Feuerwehrdezernent Marcus Klein. Im erforderlichen Abstand suchte die kleine Gruppe die 22 Gräber der verstorbenen Wehrleute auf den Friedhöfen in Ramstein, Hütschenhausen und Niedermohr auf, legte eine Blume nieder und rief sich die Kameraden mit kleinen Anekdoten noch einmal ins Gedächtnis.

Was sie wohl zu der jetzigen Corona-Lage sagen würden? Vielleicht gar nicht so viel wie sich das der Eine oder andere Zeitgenosse heute so herausnimmt. Etliche dieser Kameraden hatten noch die Schrecken und das Elend des Krieges miterlebt. Weit schlimmere Zeiten in denen man bestimmt gerne, auch mit Mundschutz, in vollgepackten Supermärkten einkaufen gegangen wäre. Dann heim in die Wohnung, fernsehen, Internet oder einfach mal so Freunde anrufen – noch vor ein paar Jahrzehnten undenkbar und somit auch nicht so wichtig. Man hatte gefühlt dennoch alles und war mit dem wenigen zufrieden. So mancher unserer verstorbenen Kameraden würde den Kopf schütteln über das was man heute für unabdingbar und wichtig erachtet.

Diese Männer sind mit einfachsten Mitteln zu ihren Einsätzen ausgerückt und hatten dennoch alle ihnen gestellten Aufgaben gemeistert. Und da sind sich alle Feuerwehrleute, egal in welchem Jahrzehnt sie ihren ehrenamtlichen Dienst für die Allgemeinheit geleistet haben oder heute noch leisten gleich. Sie sind flexibel und können schnell und professionell mit geänderten Situationen zurechtkommen.

Für Sie als Bürger ändert auch die Corona-Pandemie in Puncto Feuerwehr nichts. Wenn sie unter 112 Hilfe in einer Notlage anfordern - wir kommen. Jetzt zwar mit Mundschutz und vielleicht auch mit mehr Fahrzeugen um unser Personal mit dem erforderlichen Abstand zur Einsatzstelle zu bringen. Aber wir kommen und helfen wie gerufen. Ganz im Sinne St.Florians, unserer Vorgänger und unserem Wahlspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“.