090 – 21.05.2020 – auslaufende Betriebsstoffe – A6

090 – 21.05.2020 – auslaufende Betriebsstoffe – A6

Datum: 21.05.2020

Alarmzeit: 16:34

Einsatzort:A6

Einsatznummer: 090

Auch am Vatertag, war uns keine Ruhe gegönnt. Dieses mal wurden wir zu auslaufenden Betriebsstoffen nach einem Wildunfall auf die A6 alarmiert. Bei eintreffen Unfallstelle abgesichert, auslaufende Betriebsstoffe gebunden sowie den Brandschutz sicher gestellt.

Ausgerückte Fahrzeuge:

Feuerwehreinsatzzentrale

 

Ramstein 46-1

Florian Ramstein 1/46/1

Florian Ramstein 1/25/1

Einsatzbilder:

Kein Florianstag wegen Corona

Kein Florianstag wegen Corona

Eigentlich ein schon vertrautes Bild. Ramsteiner Feuerwehrleute legen um den Namenstag ihres Schutzpatrons St.Florian eine Blume auf den Gräbern ihrer verstorbenen Kameraden nieder. Doch in diesem Jahr ist, wie in so vielen Bereichen, alles anders.

Der „höchste Feiertag“ der Feuerwehr wird nicht wie sonst mit einem Gottesdienst und anschließendem Kameradschaftsabend begangen. Auch die Übernahmen, Beförderungen, Ehrungen und Ernennungen müssen in diesem Jahr noch auf sich warten lassen.

Nur an dem Gedenken auf dem Friedhof konnte mit einer sehr kleinen Abordnung der aktiven Wehr und Vertretern der Alterskameradschaft festgehalten werden. Begleitet wurden diese von Bürgermeister Ralf Hechler und dem ersten Beigeordneten und Feuerwehrdezernent Marcus Klein. Im erforderlichen Abstand suchte die kleine Gruppe die 22 Gräber der verstorbenen Wehrleute auf den Friedhöfen in Ramstein, Hütschenhausen und Niedermohr auf, legte eine Blume nieder und rief sich die Kameraden mit kleinen Anekdoten noch einmal ins Gedächtnis.

Was sie wohl zu der jetzigen Corona-Lage sagen würden? Vielleicht gar nicht so viel wie sich das der Eine oder andere Zeitgenosse heute so herausnimmt. Etliche dieser Kameraden hatten noch die Schrecken und das Elend des Krieges miterlebt. Weit schlimmere Zeiten in denen man bestimmt gerne, auch mit Mundschutz, in vollgepackten Supermärkten einkaufen gegangen wäre. Dann heim in die Wohnung, fernsehen, Internet oder einfach mal so Freunde anrufen – noch vor ein paar Jahrzehnten undenkbar und somit auch nicht so wichtig. Man hatte gefühlt dennoch alles und war mit dem wenigen zufrieden. So mancher unserer verstorbenen Kameraden würde den Kopf schütteln über das was man heute für unabdingbar und wichtig erachtet.

Diese Männer sind mit einfachsten Mitteln zu ihren Einsätzen ausgerückt und hatten dennoch alle ihnen gestellten Aufgaben gemeistert. Und da sind sich alle Feuerwehrleute, egal in welchem Jahrzehnt sie ihren ehrenamtlichen Dienst für die Allgemeinheit geleistet haben oder heute noch leisten gleich. Sie sind flexibel und können schnell und professionell mit geänderten Situationen zurechtkommen.

Für Sie als Bürger ändert auch die Corona-Pandemie in Puncto Feuerwehr nichts. Wenn sie unter 112 Hilfe in einer Notlage anfordern - wir kommen. Jetzt zwar mit Mundschutz und vielleicht auch mit mehr Fahrzeugen um unser Personal mit dem erforderlichen Abstand zur Einsatzstelle zu bringen. Aber wir kommen und helfen wie gerufen. Ganz im Sinne St.Florians, unserer Vorgänger und unserem Wahlspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“.

Elektro Schröder spendet Waschmaschine an die Feuerwehr

Elektro Schröder spendet Waschmaschine an die Feuerwehr

v.l.n.r: Gerätewart Julian Kassel, Andreas Schröder, Wehrleiter Franz-Josef Preis

Auch Ihre Feuerwehr muss sich mit den geänderten Rahmenbedingungen, die die Corona-Pandemie an uns alle stellt, arrangieren. Im Einsatzfall werden die Fahrzeuge nicht mehr voll besetzt. Abstand wird gewahrt. Masken sind in den Einsatzfahrzeugen zu tragen.
Doch was passiert mit den getragenen Masken nach einem Einsatz? Diese müssen ja gewaschen werden.

Kurzerhand erklärte sich die Firma Elektro Schröder aus Ramstein bereit, hierfür eine Waschmaschine zu sponsoren.
Die Firma Elektro Schröder unterstützt immer wieder durch Sachspenden die Feuerwehr der Verbandsgemeinde. Zudem stellt sie als Arbeitgeber ihre Mitarbeiter für den Feuerwehrdienst frei. Selbst Firmeninhaber Andreas Schröder lässt im Einsatzfall alles stehen und liegen um mit auszurücken oder die Zentrale zu besetzten. So ist er mit seiner Firma eine wichtige Säule zur Aufrechterhaltung der Tagsalarmbereitschaft der Feuerwehr Ramstein-Miesenbach.

„Vielen Dank für Dein Engagement in unserer Feuerwehr“ so Wehrleiter Franz-Josef Preis bei der Übergabe der Waschmaschine. „Deine Sachspende trägt erheblich zur Gesundheit unserer Wehrleute in dieser Zeit bei.“ – Auch von Seiten deiner Kameraden ein großes DANKESCHÖN.

Wir trauern um Heinz Gusella

Wir trauern um Heinz Gusella

Wir trauern um unseren Kameraden

Brandmeister

Heinz Gusella

*28.10.1931    + 9.2.2020

Heinz war 38 Jahre in unserer aktiven Wehr tätig bevor er 1991 die Altersgrenze
erreichte und in die Alterskameradschaft wechselte.
So lange es seine Gesundheit zuließ war er auch dort aktiv
und packte mit an wo seine Hilfe von Nöten war.
Wir werden ihn als unseren Kameraden in guter Erinnerung behalten.

Wir trauern um Heinz Gusella

Wir trauern um Heinz Gusella

Wir trauern um unseren Kameraden

Brandmeister

Heinz Gusella

*28.10.1931    + 9.2.2020

Heinz war 38 Jahre in unserer aktiven Wehr tätig bevor er 1991 die Altersgrenze erreichte
und in die Alterskameradschaft wechselte.
So lange es seine Gesundheit zuließ war er auch dort aktiv
und packte mit an wo seine Hilfe von Nöten war.
Wir werden ihn als unseren Kameraden in guter Erinnerung behalten.

Eine stürmische Nacht mit Sabine

Eine stürmische Nacht mit Sabine

Bereits seit Tagen wurde das Sturmtief Sabine angekündigt. Die Feuerwehren landauf, landab hatten sich darauf vorbereitet. Bereits am Sonntagnachmittag waren lose Planen von einer Baustelle einzusammeln. Hierfür wurden die Helfer noch telefonisch benachrichtigt.
Um 21:38 riefen uns dann den unsere Funkmeldeempfänger zur Feuerwache. „Einsatz ohne Eile – umgestürzter Baum“ – es geht also los. An der Feuerwache angekommen ist das Erste Fahrzeug bereits ausgerückt. Während in der Dunkelheit Straßen abgesperrt und Bäume von der Straße geräumt werden, sitzen wir in der Feuerwache und warten auf das nächste Alarm-Fax. Und dies ließ nicht lange auf sich warten. Mit herabfallende Ziegeln und umgestürzten Bäumen beschäftigte uns Sabine. Kurz nach zwölf Uhr kehrte dann Ruhe ein. Also ab nach Hause. Morgen muss man ja auf die Arbeit.
Kaum zu Hause erfolgt die nächste Alarmierung – Oh Sabine. Also wieder Jacke an und zurück an die Feuerwache. Wieder umgestürzte Bäume. Umgewehte Baustellenabsperrungen mussten weggeräumt werden. In Weltersbach wurde eine Straßensperrung veranlasst. Mit der Drehleiter wurde Sabine getrotzt. Auch das war bei dem Sturm und Regen eine Herausforderung. Gesichert mit Gurten wurden so lose Ziegeln wieder an ihren Platz oder zu Boden gebracht. Wie gefährlich lose Ziegeln sind, zeigte sich auch bei einer Einsatzstelle in Ramstein wo herabfallende Ziegeln das Fenster eines geparkten Autos zerstörten. Zurück in der Wache zuerst einmal einen Kaffee. Dann abwarten was Sabine noch anstellt. Müdigkeit macht sich breit. Wie es aussieht haben wir alles erfolgreich abgearbeitet. Also ab nach Hause. Wenn es hell wird werden Sie noch weitere Schäden melden – und wir werden kommen.
Zu Hause angekommen legt man sich hin und versuch etwas schneller zu schlafen. Man hat ja noch etwas nachzuholen. Komisch – jetzt wirkt der Kaffee. Nach einer halben Stunde „Schlaf“ geht der Piepser schon wieder – Ach Sabine.
In der Feuerwache wird gescherzt: „Auch wieder hier!?“ oder „Na – hast du kein Zuhause?“. Dann geht es wieder raus. Und Sie werden es sich vorstellen können: Umgestürzte Bäume und Dachziegeln sind das heutige Aufgabengebiet. Zum Aufstellen der Drehleiter müssen Straßen gesperrt werden. In der Feuerwache werden die Einsatzberichte geschrieben, mit der Bahn wird abgestimmt ob die Strecke frei ist. Ja und Kaffee – auch nicht schlecht.
Gegen Mittag ist es dann fast geschafft. Zweiundzwanzig Einsätze wurden abgearbeitet. Darunter auch ein Einsatz der bei unseren Kameraden Kopfschütteln hervorrief und auch an dieser Stelle einmal erwähnt werden sollte. Gemeldet war ein umgefallener Baum sowie lose Ziegeln auf dem Dach. Beim Eintreffen an der „Einsatzstelle“ fanden die übernächtigten Einsatzkräfte lediglich einen abgebrochenen, ca. zwei Meter langen Ast einer Tanne, sowie eine abgebrochene Kante einer Ziegel vor. Der Ast wurde von einem Kameraden in einer heldenhaften Aktion ca. 20 Meter weiter auf ein Gartengrundstück gezogen. Der Bitte des Geschädigten die Ziegel auszutauschen da wir ja eine Leiter dabei hätten sind wir in diesem Fall jedoch nicht nachgekommen. Nicht da dies zu gefährlich gewesen wäre – da hatten wir in dieser Nacht schon anderes mitgemacht – es gehört einfach nicht zu den Aufgaben der Feuerwehr Hausmeistertätigkeiten durchzuführen.
Am Nachmittag sorgte Sabine dann noch für zwei weitere Einsätze. Gerade kommt über den Deutschen Wetterdienst eine neue Wetterwarnung herein: „Amtliche Warnung vor schweren Sturmböen bis morgen früh 5:00 Uhr“. Eine Nacht mit Sabine hätte mir in diesem Fall eigentlich gereicht.