Welche Beträge sind noch geplant? Du hast einen Vorschlag?

In dieser Reihe sind noch folgende Beiträge geplant:

  • So kannst Du der Feuerwehr (und damit Dir selbst) helfen!
  • Vom Jugendfeuerwehrmann zum Verbandsführer - Unser Werdegang

 

Dich interessiert ein bestimmtes Thema rund um die Feuerwehr und du kannst es hier nicht finden? Dann nutze einfach nachstehendes Kontaktformular und sende uns Deinen Vorschlag. Wir schauen dann was wir machen können.

 

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Feuerwehr ist nicht gleich Feuerwehr – die Teileinheiten

Die Vielfältigkeit der Feuerwehrarbeit spiegelt sich nicht nur in dem umfangreichen Aufgabengebiet der Wehrleute. Auch die verschiedenen Abteilungen zeigen diese Vielfalt auf. So ist es schier unmöglich sich in jedem Teilgebiet der Feuerwehr gleich gut auszukennen. Sicher, das kleine 1×1 der Feuerwehr, also die Brandbekämpfung und die technische Unfallhilfe muss jeder Feuerwehrmann beherrschen. Aber Detailgebiete wie der Chemie- und Strahlenschutz, die Arbeit der Absturzsicherung und viele weitere Teilbereiche fordern die Spezialisierung einzelner Einsatzkräfte. Die einzelnen Abteilungen unserer Feuerwehr haben wir nachstehend aufgelistet und kurz erklärt:
Absturzsicherung:
Diese Einheit kommt immer dann zum Einsatz, wenn Arbeiten in Höhen und Tiefen durchzuführen sind. Die 9 Mann starke Gruppe trifft sich zusätzlich zum normalen Übungsdienst am letzten Freitag im Monat. Dort werden immer wieder die erforderlichen Knoten geübt und verschiedene Einsatzszenarien durchgespielt.
Ausgebildet wurden unsere „Absturzsicher“ bei einem Lehrgang bei den Höhenrettern der Berufsfeuerwehr Kaiserslautern. Der Gruppe stehen 3 Absturzsicherungssets mit Seilen, Bandschlingen und verschiedenen Karabinern zur Verfügung.
GWAS:
Gerätewagen Atem- u. Strahlenschutz
Die Teileinheit gehört zum Gefahrstoffzug des Landkreises Kaiserslautern. Der Gerätewagen Atem- und Strahlenschutz stellt den Einsatzkräften im ganzen Landkreis Atemschutzgeräte und verschiedene Schutzanzüge und Messgeräte zur Verfügung. Die 9 Mann starke Gruppe übt am letzten Übungsabend des Monats in der Feuerwehr in Ramstein. Zusätzlich gehören über das Jahr verteilt verschiedene Übungsabende mit dem gesammten Gefahrstoffzug zum Ausbildungsprogramm dieser Einheit.
DEKON-P:
Dekontamination von Personen
Die Teileinheit gehört zum Gefahrstoffzug des Landkreises Kaiserslautern. Der Dekon-P kommt überall im Landkreis zum Einsatz wo Personen nach einem Einsatz verschmutzt sind und gereinigt werden müssen. Das beginnt bei einem Trupp Feuerwehrleute der in einem Vollschutzanzug von der Einsatzstelle zurückkommt und endet bei einem Massenanfall von Verletzten sei es gehfähig oder liegend die gereinigt werden müssen. Die 9 Mann starke Gruppe übt am letzten Übungsabend des Monats in der Feuerwehr in Ramstein. Zusätzlich gehören über das Jahr verteilt verschiedene Übungsabende mit dem gesammten Gefahrstoffzug zum Ausbildungsprogramm dieser Einheit.
Fernmeldedienst:
Text Fernmeldedienst
ELW2:
Einsatzleitwagen der Größe 2
Text ELW2
Kreisausbildung:
Auch in der Ausbildung von Feuerwehrleuten auf Landkreisebene engagiert sich ein Teil der Wehrleute der Verbandsgemeinde.  Zu folgenden Lehrgängen stellen wir Ausbilder:
Grundausbildung
Teil 1
Erster Lehrgang der ein Feuerwehrmann besucht. Die Grundausbildung wird im Teil 2 mit der zweijährigen Ausbildung in der jeweiligen Wehr abgeschlossen.

Ramstein

Fernmelder
Umgang mit Analog- und Digitalfunk

Enkenbach-
Alsenborn

Atemschutz-
geräteträger
Voraussetzung: 18 Jahre, Ärtzliche Untersuchung, Fernmeldelehrgang

Ramstein

Träger von Chemikalien-
schutzanzügen (CSA)
Voraussetzung: Atemschutzgeräteträger

Ramstein

Lehrgang gefährliche Stoffe
Vorraussetzung: CSA

Weilerbach

Jugendfeuerwehr:

Seit über 50 Jahren kümmern sich aktive Feuerwehrleute um die Jugendfeuerwehr. Das Aufgabengebiet ist vielseitig da den Jugendlichen auch etwas geboten werden soll. Daher wird neben einem abwechslungsreichen Programm auch ein Fahrdienst angeboten der die Jugendlichen zu jedem Übungsabend abholt und auch wieder nach hause fährt. Ohne die Jugendfeuerwehr würde es um den Nachwuchs unserer Feuerwehr schlecht stehen. Die Jugendfeuerwehr - unsere Zukunft

Weitere Infos (demnächst …hier)

U25:

Hinter dem Kürzel U25 verbirgt sich die Interessensvertretung unserer jungen aktiven Feuerwehrleute die noch UNTER 25 Jahre alt sind. Diese treffen sich in unregelm‘-igen Abst’nden und besprechen die Dinge wie sie sich aus ihrer Sicht darstellen. Ein Vertreter der U25 hat einen Sitz bei der Führungsmannschaft. So sorgt die U25 mit ihren Impulsen für frischen Wind in der Ausrichtung der Feuerwehr.

Alterskameradschaft:

Die Alterskameradschaft ist ein Zusammenschluss von Feuerwehrkameraden die die gesetzlich vorgeschriebene Altersgrenze von 63 Jahren für einen aktiven Feuerwehrmann erreicht haben. Sie Unterstützen die Feuerwehr in vielfältiger Art und Weise. Wie erfährst Du …hier

Feuerwehr-Oldtimer:
Text Feuerwehr-Oldtimer
Feuerwehrsport:
Ein Feuerwehreinsatz bringt unter Umständen große körperliche Anstrengungen mit sich. Unserer Feuerwehrsportgruppe trifft sich im Sommer im freien und im Winter in einer Turnhalle zu ihrem wöchentlichen Training.
Hier werden keine sportlichen Spitzenleistungen erwartet. Es geht viel mehr darum sich zu bewegen und gemeinsam Spaß zu haben. Die Fitness kommt dann von alleine.
Schwimmgruppe:
Wie beim Feuerwehrsport geht es hier um Bewegung und Fitness. Hierzu können wir ein mal in der Woche das Schwimmbad AZUR nutzen.
Fördervereine:
Grob gesagt kümmert sich der Förderverein um die wirtschaftlichen Belange der Feuerwehr die nicht in das Aufgabengebiet des Trägers - also der Verbandsgemeinde - fallen. Wer ist der aktive Teil des Fördervereins? Wir Feuerwehrleute. Mehr zum Förderverein, seinen Aufgaben und ein Aufnahmeantrag falls Du uns unterstützen möchtest findest Du ..hier
Führungsmannschaft:
Jede Feuerwehreinheit muss geführt werden. Doch das kann ein Wehrleiter mit seinen Wehrführern alleine nicht stämmen. Zu viele Aufgaben sind (in unserer Freizeit) abzuarbeiten. Dienst- und Ausbildungspläne sind aufzustellen, der Haushaltsplan ist zu entwerfen, Personalangelegenheiten müssen durchgesprochen werden, Abläufe sind zu optimieren und und und.. Um diese ganzen Aufgaben zu bewältigen treffen sich die Gruppenführer, Zugführer und Verbandsführer monatlich zu einer gemeinsamen Dienstbesprechung. Hier werden gemeinsam die Weichen für die Zukunft unserer Feuerwehr gestellt.
Kleiderkammer:
Jeder Waschgang der Einsatzkleidung muss dokumentiert werden. War bei den Ersten Einsatzjacken die Lebensdauer auf 10 Waschgänge beschränkt so gibt es heute diese Einschränkungen nicht mehr. Vielmehr müssen neue Feuerwehrmitglieder eingekleidet werden. Verlässt jemand die Feuerwehr so ist die persönliche Schutzausrüstung zurückzunehmen, zu kontollieren und in das Lager der Kleiderkammer einzubuchen. Diese Arbeitsabläufe erfolgen zwar per Barcode und Computersystem, sie sind dennoch sehr zeitaufwändig. Und unsere Mannschaft der Kleiderkammer braucht starke Nerven - denn die Arbeit in der Kleiderkammer endet nie.
Öffentlichkeitsarbeit:
Amtsblatt, Rheinpfalz, Wochenblatt, Facebook und Co. - Möchte die Feuerwehr mit ihrer Arbeit und ihren Terminen in den Medien erscheinen muss sie der Presse auch Material zur Verfügung stellen. Diese Berichte werden meist zu Hause im stillen Kämmerlein verfasst und keiner bekommt groß etwas davon mit - Warum auch? Steht doch alles in der Zeitung 😉
Internet:
Wie heißt es so schön: „Schaffe ist auch Arbeit“. Und auch diese Internetseite will gepflegt sein. Es ist nicht nur das erstmalige Erstellen. Es sind auch die vielen Stunden die für das erstellen der Bilder und die Bildbearbeitung benötigt werden. So eine Seite ist immer eine Baustelle und es gibt immer was zu tun. Doch das Ergebnis kann sich sehen lassen - oder ?
Grundausbildung:
Es ist ganz klar dass man das Handwerk der Feuerwehr nicht von jetzt auf nachher beherrschen kann. Deshalb werden alle Neueinsteiger, und die Übernommenen aus der Jugendfeuerwehr, in einer Grundausbildungsgruppe gemeinsam auf den Feuerwehralltag vorbereitet. Es wird entweder parallel oder zusammen mit den aktiven Einsatzkräften geübt, gerade so wie es der Dienstplan hergibt. Um die Entwicklung der neuen Feuerwehrkameraden zu begleiten ist dieser Gruppe ein fester Ausbilderstamm zugeordnet. Dieser kümmert sich um das Organisatorische und die Ausbildungsinhalte. Nach Abschluss der Grundausbildung wechseln die so ausgebildeten Feuerwehrleute in die Einsatzabteilung.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir erst nach dem Schreiben dieses Beitrages bewust geworden ist, bei wie vielen Teileinheiten sich die Feuerwehrleute zusätzlich zu ihrem normalen Feuerwehrdienst noch mit einbringen. Vielleicht ist dir ja aufgefallen, dass das Hauptaufgabengebiet nämlich „Feuerwehr“ in dieser Auflistung garnicht aufgeführt ist - und dieses macht ja den Großteil unserer Tätigkeiten aus.
Wie funktioniert ein Funkmeldeempfänger?

Wie funktioniert ein Funkmeldeempfänger?

Dieser FME wird von jedem Feuerwehrmann bei sich getragen und wandert jeden Abend vom Gürtel in ein Ladegerät.

Alarmierung eines einzelnen Feuerwehrmannes (Einzelruf)

Wie Du den Notruf bei der Leitstelle in Kaiserlautern absetzt haben wir ja im letzten Beitrag schon beschrieben. Doch wie erhalten die Feuerwehrleute den Alarm. War es in den Anfangszeiten die Kirchturmglocke, später ein Signalhorn und schließlich die Sirene ist das heute der Funkmeldeempfänger (FME) - im Sprachgebrauch einfach „Piepser“ genannt. Wie der Name schon sagt handelt es sich hier um ein reines Empfangsgerät. Rückmeldungen sind nicht möglich.

Momentan befindet sich das Land im Umbruch von der analogen Alarmierung zur digitalen Alarmierung. Wir werden noch per Analogfunk alarmiert.

Bildhaft gesprochen können jedem Funkmeldeempfänger verschieden Nummern zugeordnet werden. Somit ist es möglich eine ganze Feuerwehreinheit, Teileinheiten oder einzelne Feuerwehrleute zu alarmieren.

Doch nicht nur die Leitstelle kann die Alarmierung durchführen. Jeder örtlichen Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ) ist es mit einem Alarmgeber möglich eine Alarmierung durchzuführen. Sowohl eigene Kräfte als auch andere Einheiten der umliegenden Feuerwehren können im Bedarfsfall alarmiert werden. Die Reichweite ist, bedingt durch den zugewiesenen Funkkanal, auf den Landkreis und das nähere Umland begrenzt.

Mit der Alarmierung werden die Einsatzkräfte nicht nur über einen Notfall informiert, neben unterschiedlichen Tonfolgen (welcher Alarm wurde ausgelöst) bekommen die Einsatzkräfte auch eine Durchsage mit den Eckdaten der Alarmierung.

Welche Teileinheiten es innerhalb der Feuerwehr Ramstein-Miesenbach gibt erfährst Du demnächst hier.

 

Feuerwehr – Das kann ich nicht!

Spricht man Leute darauf an, aktiv bei der Feuerwehr mit zu machen, bekommt mann ganz oft die Antwort: „Ich kann das nicht!“

Im ersten Moment ist diese Aussage so auch richtig! Ich kann ja auch nicht stricken! Warum? Weil ich es nicht gelernt habe. Würde mir stricken jemand beibringen dann könnte ich das auch. Und genau so ist das mit der Feuerwehr. Man kann es lernen.

Oft sind es auch falsche Vorstellungen die jemand mit der Tätigkeit eines Feuerwehrmannes verbindet. Die Meistes stellen sich vor, dass man sobald man bei der Feuerwehr mitmacht in jedes brennende Haus rennen muss oder schwerstverletzte Personen aus verunfallten Fahrzeugen schneiden muss. Ohne die entsprechende Ausbildung eine grauenhafte Vorstellung. Doch das erwartet niemand von Dir.

Zu Beginn deiner Feuerwehrtätigkeit fährst Du noch zu keinem Einsatz. Zuerst einmal bekommst Du die Grundlagen vermittelt. Dein erster Lehrgang den Du dann besuchst findet in Ramstein statt. Zusammen mit Feuerwehrneulingen aus dem ganzen Landkreis absolvierst Du den „Grundlehrgang Teil 1“. Nach diesem Lehrgang wird Deine Ausbildung in der Grundausbildungsgruppe in Ramstein noch zwei weitere Jahre (das ist dann der Teil 2 Deiner Grundausbildung) fortgeführt. Erst nachdem Du bei einer kleinen praktischen Prüfung Dein Können unter Beweis gestellt hast erhälst Du einen Funkmeldeempfänger und darfst mit ausrücken. Auch dann bist du von der Arbeit an vorderster Front noch weit entfernt. Jeder wird von seinem Fahrzeugführer nach seine Fähigkeiten eingesetzt. Schließlich haben wir uns im Rahmen Deiner Ausbildung ganz gut kennen gelernt und wissen was wir von Dir erwarten können.

Du wirst sehen: Je besser Du ausgebildet bist um so besser ist es Dir möglich jemandem zu helfen - auch in einem brennenden Haus.

Auch andere vermeindliche Argumente sind nicht stichhaltig. „Ich kann kein Blut sehen“ oder „Ich kann keine Leiter steigen da ich Höhenangst habe“. Klar, das schränkt Dich auf der einen Seite etwas ein. Aber um einen Keller auszupumpen brauchst Du das auch nicht. Das soll heißen: Die Tätigkeiten einer Feuerwehr sind so vielseitig wie die Menschen die dort zusammen kommen. Jeder hat Stärken, Schwächen und Kenntnisse die er von außerhalb mit in die Feuerwehr bringt. So aufeinander eingespielt können wir zusammen vieles erreichen.

Und zum Schluss noch das Argument: Ich habe keine Zeit! Sicher, es gibt engagierte Mitmenschen die wirklich keine weitere freie Zeit aufbringen können. Doch ist es nicht oft nur Bequemlichkeit? Man kann seinen Abend auf der Couch verbringen und fernsehen. Man kann sich aber auch für zwei Stunden bei der Feuerwehrübung mit seinen (neuen) Freunden treffen um gemeinsam etwas zu bewegen. Und für die Jüngeren unter Euch: Wenn Eure Partys anfangen oder Ihr Euch sonstwie trefft ist unser Übungsabend oft schon vorbei. Also wie heißt es so schön: Jeder Tag ist gleich lang nur unterschiedlich breit - macht was daraus.

 

Und noch etwas: Vieles was Du bei der Feuerwehr lernst ist auch außerhalb der Feuerwehr nützlich. So lernen wir zum Beispiel verschiedene Knoten - vielleicht würde mir das ja beim stricken weiterhelfen.

Warum gibt es in Ramstein eine Feuerwehr?

Toll daß es in Ramstein und Niedermohr eine Feuerwehr gibt und so den Bürgern schnell geholfen wird wenn diese in einer Notlage sind. Es wird bei uns als selbstverständlich angesehen. Die Feuerwehr ist da. Doch wie selbstverständlich ist Feuerwehr?

 

Als 1867 die Feuerwehr in Ramstein gegründet wurde war das weitsicht. Die Hilfe bei Bränden im Ort musste organisiert werden. Drei Jahre später wurde das von Bayern per Gesetzt geregelt. Jede Gemeinde musste eine Löschgruppe aufstellen. Alle männlichen Bürger von 16 bis 60 mussten bei der Feuerwehr mitmachen. Das war bei uns noch bis 1932 so. Erst dann wurde eine freiwillige Feuerwehr gegründet.

 

Auch heute sind es gesetzliche Bestimmungen nach denen die Gemeinde eine Feuerwehr aufstellen muss. Das heißt die Gemeinde muss sich darum kümmern, dass eine Feuerwache gebaut wird. Die Größe und die Ausstattung der Fahrzeuge richtet sich nach den örtlichen zu erwartenden Gefahren. Und schließlich sind da noch die freiwilligen Feuerwehrleute die ausgerüstet und ausgebildet werden müssen - auch nach gesetzlichen Vorgaben.

 

Doch was passiert wenn sich nicht genügend Freiwillige bereiterklären sich für die Allgemeinheit einzusetzen? Auch dann muss die Gemeinde den gesetzlichen Bestimmungen nachkommen. In diesem Fall wird der Gemeinde nichts anderes übrig bleiben, Bürger für den Dienst in der Feuerwehr mittles Zwang zu verpflichten. Das heißt Du bekommst ein Schreiben in dem steht, dass Du dich ab jetzt jeden Freitag zum Übungsdienst in der Feuerwehr einfinden musst. Natürlich musst Du dann auch die Einsätze mitfahren. Keine so tolle Vorstellung wenn man etwas machen MUSS.

 

Vielleicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt Dir einmal zu überlegen ob Du nicht FREIWILLIG mitmachen möchtest. Denn für seine Gemeinde (und dazu gehörst ja auch Du und Dein Umfeld) etwas im Ehrenamt zu leisten ist sinnvoll und macht auch noch Spaß. Du erwartest doch auch dass jemand kommt um Deiner Familie zu helfen - warum sollst nicht DU das sein? Also runter von der Couch und ab zu Deiner Feuerwehr. Den ersten Kontakt kannst Du hier mit uns aufnehmen.

 

Wenn Dir jetzt durch den Kopf geht: „Das ist doch nichts für mich!“ - Falsch! Warum? –> Schau mal hier

 

 

Wie wird die Feuerwehr alarmiert

Wählt man in Ramstein den Notruf 112 erreicht man, nicht wie vielleicht vermutet, die Feuerwehr in Ramstein. Diese ist nämlich nicht immer besetzt. Die Notrufe des Landkreises Kaiserslautern, des Landkreises Kusel und des Donnersbergkreises gelangen allesamt am die integrierte Leitstelle die bei der Berufsfeuerwehr in Kaiserslautern angesiedelt ist.

In der Leitstelle sitzen Vertreter der Feuerwehr und des Rettungsdienstes. So bekommst Du immer das richtige Rettungsmittel für Deinen Notfall zugeteilt.

Gehen wir als Beispiel einmal von dem Fall aus, dass Deine Küche brennt. Du wohnst in Niedermohr. Natürlich hast Du Rauchmelder in Deiner Wohnung und Du entdeckst den Brand kurz nach seinem Ausbruch. Trotzdem ist das Feuer schon so groß dass Du selbst nichts mehr unternehmen  kannst ohne Dich selbst zu gefährten. Du nimmst also Dein Telefon und wählst die 112. Es meldet sich die Leitstelle in Kaiserslautern. Nun solltest Du Dich an die 5 W-Fragen erinnern und  einen ordentlichen Notruf absetzten.  Die 5-W-Fragen ??

  • Wer ruft an? (Dein Name)
  • Was ist passiert? (Meine Küche brennt)
  • Wo ist etwas passiert? (Die gesamte Adresse mit Wohnort - Eine Hauptstraße gibt es in vielen Orten)
  • Wie viele Personen sind betroffen? (es ist noch eine Person im Gebäude)
  • Warten auf Rückfragen der Leitstelle! (auf keinen Fall direkt auflegen)

Wenn Du Dich in aller Hektik nicht mehr daran erinnern kannst werden die geschulten Disponenten auf der Leitstelle Dir entsprechende Fragen stellen.

Alle Deine Angaben werden schon während des Anrufs vom Disponenten in seinen Computer eingetippt. Dieser schlägt, je nach Wohnort und Alarmstichwort die entprechende Feuerwehr vor die dann alarmiert wird. In unserem Beispiel ist das die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach.

Neben der Einheit aus Niedermohr wird gleichzeitig die Einheit in Ramstein zur Unterstützung alarmiert. Zusätzlich geht auch ein Alarm an den Rettungdienst da von Personenschäden ausgegangen werden muss.

Eine Sirene hört man nicht. Stattdessen erfolgt die  Alarmierung über Funkmeldeempfänger. Nach einem Piepston erfolgt die Durchsage des Disponenten der die Einsatzkräfte über die bekannte  Lage  informiert.

Jetzt geht es los. Die Feuerwehrleute verlassen ihre Arbeitsstelle, die Gartenparty oder springen aus ihrem Bett und fahren an die Feuerwache. Dort wird die Einsatzkleidung angezogen und die Einsatzfahrzeuge in einer, zu Deinem Einsatz passenden, Reihenfolge besetzt und los geht es an die Einsatzstelle.  Dort muss das Erste Fahrzeug spätestens 8 Minuten nach Alarmierung eintreffen. Und das funktioniert, egal ob am Tag oder in der Nacht. Damit auch an einem Wochenende nicht zufällig alle Feuerwehrleute auf verschiedene Veranstaltungen fahren und niemand mehr verfügbar ist, ist eine Wochenendbereitschaft eingerichtet. Und das alles freiwillig.

Wie kommte der Alarm von der Leitstelle zum Feuerwehrmann -> der Funkmeldeempfänger