Üben lohnt sich. Auch im strömenden Regen und in der Dunkelheit nur mit der Beleuchtung von Taschenlampen. Das konnten die Leistungsspangengruppe der Jugendfeuerwehr Ramstein-Miesenbach bei den Vorbereitungen zur diesjährigen Abnahme der Leistungsspange der deutschen Jugendfeuerwehr erfahren.

Für diese Gruppenleistung müssen die neun Teilnehmer zusammen verschiedene Aufgaben erfüllen. Die Schnelligkeitsübung, bei der acht C-Schläuche umdrehungsfrei zu einer langen Schlauchleitung verlegt werden mussten, funktionierte nach einigen Versuchen ganz gut. Die vorgegebene Zeit von maximal 75 Sekunden konnte hier meist problemlos erreicht werden. Auch beim Kugelstoßen erreichten die Teilnehmer die Gesamtweite von 55 Metern. Etwas anders sah es da schon beim Staffellauf aus. Die Gruppe musste das Staffelholz über eine Strecke von 1.500 Metern in maximal 4:10 Minuten bringen. Durch variieren der Distanzen der einzelnen Läufer wurde das Ergebnis immer besser. Dennoch selbst am letzten Übungsabend lag man immer noch über der Vorgabezeit.

Dann kam der große Tag der Abnahme. Neben drei Gruppen war auch der stellvertretende Landesjugendfeuerwehrwart Jörg Michel und der Kreisjugendfeuerwehrwart Peter Szombach zur Abnahme ans Sportzentrum in Ramstein angereist. Wegen des starken Regens musste die Abnahme mehrmals nach hinten verschoben werden. Mit der Fragenbeantwortung aus den Bereichen Feuerwehr, Politik, Allgemeinwissen und Zeitgeschehen starteten die Gruppen. Hier konnten durchweg gute Ergebnisse erzielt werden.

Auch bei dem schulmäßigen Vortragen eines Löschangriffs gab es für die Wertungsrichter kaum Beanstandungen. Trieben die Teilnehmer aus Ramstein ihre Betreuer beim Üben durch leichtsinnige Fehler oft an den Rand der Verzweiflung wurde bei der Abnahme eine einwandfreie Leistung präsentiert. Dafür üben wir. Wenn es darauf ankommt, wird die erforderliche Leistung abgerufen – egal ob bei der Jugendfeuerwehr oder später dann in der aktiven Wehr.

Das bereits erwähnte Kugelstoßen und die Schlauchstaffel liefen problemlos. Als letztes stand dann noch der Staffellauf an. Die „Angstdisziplin“ unserer Jugendfeuerwehr. Konnten sie es heute schaffen und die 4:10 Minuten knacken? Zwar hatte man bei den vorangegangenen Disziplinen und dem, an jeder Station bewerteten, Gesamteindruck der Gruppe bereits genügend Punkte gesammelt um im Falle eines Falles diese letzte Disziplin am gleichen Tag noch einmal wiederholen zu dürfen – doch wer will das schon. Noch einmal wurde sich angefeuert dann ging jeder auf seinen Startplatz. Das Kommando zum Starten kam und dann ging es im wahrsten Sinne des Wortes „Ab wie die Feuerwehr“. Nach – für unsere Verhältnisse – rekordverdächtigen 4:03 brachte die letzte Läuferin das Staffelholz über die Ziellinie. Die Gruppe hatte ihre Leistungsspange bestanden. Die Freude war groß.

Da bereits zwei Jugendfeuerwehrleute im Besitz derselben waren und vier Teilnehmer noch nicht das erforderliche Alter hatten, wurde die Leistungsspange nur an drei Gruppenteilnehmer überreicht. So  ist das eben. Daraus ergibt sich nun für diese die Verpflichtung im nächsten Jahr ihre jüngeren Kameraden bei „ihrer“ Leistungsspange zu unterstützen. Genau so wie diese für sie ihre volle Leistung eingebracht haben. Das Zeigt, dass Feuerwehr niemand alleine ist und nur gemeinsam ein Ziel erreicht werden kann.

Wenn auch Du Teil unserer starken Gemeinschaft sein möchtest, dann komme doch einfach einmal montags zwischen 18:00 und 20:00 Uhr zur Feuerwache nach Ramstein und informiere Dich ganz unverbindlich was unsere Jugendfeuerwehr noch so alles zu bieten hat. Du wirst überrascht sein.