Alarmzeit: 23:16

Einsatzbericht

Ein Waldbrand hat am Donnerstag für den Einsatz zahlreicher Feuerwehrleute gesorgt.
In der Nacht zum Freitag wurde die Feuerwehr Ramstein zu einem Waldbrand nach Ramstein alarmiert. Bei der Anfahrt, war bereits ein großer Feuerschein sichtbar. Zur Unterstützung mussten die Feuerwehr Niedermohr, mit zwei weiteren wasserführenden Fahrzeugen , sowie die Flugplatzfeuerwehr Ramstein, mit einem 16000 Liter Wassertanker, alarmiert werden. Um die Fahrzeuge mit Wasser zu versorgen, wurde eine Wasserversorgung in den Wald aufgebaut und das Wasser wurde im Pendlerverkehr zur Einsatzstelle gebracht. Die Brandfläche belief sich auf ca. 120.000 m². Es wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet in denen das Feuer mit mehreren Rohren und Feuerpatschen bekämpft wurde.
RAMSTEIN-MIESENBACH: Waldbrand an der „alten Autobahn“ fordert Feuerwehr in der Nacht zu Karfreitag – Ursache bislang unbekannt
gestern Vormittag um 11 Uhr gab’s endgültig Entwarnung: „Wir waren gerade noch mal draußen, haben nachgeschaut. Alles erledigt“, informierte Franz-Josef Preis nach einer für ihn und seine Kameraden allzu kurzen Nacht. Ein Waldbrand an der „alten Autobahn“ hat die Männer und Frauen der Stützpunktfeuerwehr Ramstein-Miesenbach sowie einen Trupp der US-Feuerwehr auf Trab gehalten. Rund zwölf Hektar Wald waren betroffen, die Wehr bekämpfte Feuer und Glutreste mit 108.000 Litern Wasser, wie Wehrleiter Preis und Wehrführer Matthias Hecktor mitteilten. Glück im Unglück: „Es war eine Birkenschonung mit noch eher kleinen Bäumen. Wenn das alles Tannen gewesen wären …“, skizzierte Ramstein-Miesenbachs Wehrleiter ein Szenario, das den Einsatzkräften erspart geblieben ist. „Wir hätten noch einige Wehren aus dem Kreis nachalarmieren müssen“, sagte Preis gestern. Der Wehrleiter war die ganze Nacht vor Ort, ebenso wie Wehrführer Matthias Hecktor, der die Einsatzleitung übernommen hatte.Die Stützpunktwehr bewältigte die Löscharbeiten auf deutscher Seite allein, konnte allerdings auf die Unterstützung der US-Feuerwehr von der Air Base bauen. Die hatte ein Einsatzfahrzeug mit einem Fassungsvermögen von 16.000 Litern flott gemacht. Der Tanker pendelte zwischen Flugplatz und einer nur wenige hundert Meter entfernten Stelle am Rand des breiten Fahrbahnfelds der „alten Autobahn“ in Richtung Bruchmühlbach-Miesau. Von dort aus wurde das Löschwasser in das Richtung Ramsteiner Stadtlage gelegene Waldstück geführt. Dort fackelte und qualmte es beim Eintreffen der Wehr auf gut zwölf Hektar: Als etwa 300 mal 400 Meter groß bezifferte der Einsatzleiter die betroffene Fläche. Im Zuge der Nachbarschaftshilfe unterstützten sich US-Wehr und die Ramsteiner Feuerwehr „immer mal wieder gegenseitig“, sagte Einsatzleiter Hecktor. In diesem Fall war die Hilfe der Amerikaner höchst willkommen: Es sei kaum anders machbar gewesen, als Löschmittel mit wasserführenden Fahrzeugen im Pendelverkehr zum Einsatzort zu bringen. Die mit Strahlrohren ausgestatteten Wehrleute mussten abseits der Wegschneisen durch recht unwegsames Gelände stapfen. Auch die Dunkelheit machte die Sache nicht gerade einfacher. Denn als die offenen Flammen weitgehend eingedämmt waren, galt es schließlich, noch am Boden schwelende Brandnester abzulöschen.
„Das muss wohl schon eine Weile gebrannt haben“, sagte Preis in der Nacht. Nach seinen Worten hatte die Besatzung im Flugplatz-Tower den Feuerschein bemerkt und eine Streife der Militärpolizei losgeschickt. Die aber hatte die Feuerstelle zunächst nicht ausmachen können, sei wohl auch zunächst davon ausgegangen, dass da jemand womöglich am Grillen sei.
Inzwischen war der Feuerschein allerdings auch in Ramstein bemerkt worden. Eine Frau, die direkt an der Feuerwache wohnt, habe die Wehrleute informiert, die sich umgehend auf den Weg machten. Um 23.24 Uhr folgte die Alarmierung seitens der Integrierten Leitstelle bei der Kaiserslauterer Berufsfeuerwehr.
Mit 35 Kräften und vier Fahrzeugen war die Ramsteiner Wehr im Einsatz. Fast sechs Stunden lang waren die Wehrleute beschäftigt. Dabei wurden gut 108 Kubikmeter Wasser in dem Waldstück verteilt. Um zum einen die Flammen abzulöschen, zum anderen sicherzustellen, dass es nicht erneut an anderen Stellen aufflammt.
Gegen 4.25 Uhr rückten sie ab, inklusive der Nachbereitung dauerte es bis 5.15 Uhr, ehe der Einsatz offiziell abgeschlossen war. Gestern Vormittag um 11 Uhr dann steuerten Einsatzleitung und ein paar weitere Kräfte erneut die Stelle an, auch um sich bei Tageslicht ein Bild zu machen.
„Man kann in etwa sehen, wo das Feuer wohl entstanden ist“, sagte Hecktor. Nahe der Schnittstelle von Straße und Waldweg habe das Feuer wohl seinen Ursprung gehabt, sich dann in den Wald hineingefressen, ohne dass es hell gelodert habe. Was sich als Glück erwies, dass Birken und Gehölz brannten, war bei der Erkennung eher hinderlich.
Was die Ursache des Brands betrifft, lässt sich derzeit keine verlässliche Aussage treffen. „Das wäre alles Spekulation“, sagte Hecktor. Wehrleiter Preis meinte, es könne womöglich eine weggeworfene Kippe gewesen sein. Doch auch der Wehrleiter wollte sich an Spekulationen nicht weiter beteiligen.

 

 

 

 

 

Ausgerückte Fahrzeuge:

Ramstein 46-1

Ramstein 46-1

Ramstein 11-1

Ramstein 11-1

Ramstein 25/1

Ramstein 73-1

Ramstein 73-1

LF16-12

Einsatzbilder:

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